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Jack Rambo

Unser Jack ist am 20.04.2010 geboren. Der kleine dicke Mops fiel mir bei einem Auftritt auf. Ich kann nie sagen, warum ich ein Tier besonders anziehend finde oder nicht. Aber er hatte etwas, was mich nicht mehr los lies. Die Züchterin meinte an diesem Tag sie wolle noch einmal mit ihm ausstellen und dann könnte ich ihn bekommen. Ich habe mich gefreut und lag Micha damit Tage lang in den Ohren. Zu dieser Zeit wusste ich allerdings noch nichts von Michas Plan… Als er mein Jammern nicht mehr aushielt sagte er eines Tages ich dürfte ihn bekommen. Ich rief sofort bei der Züchterin an, doch diese erzählte mir, dass die Hälfte ihres Bestandes vom Fuchs geholt wurde, darunter auch der kleine Dicke. Ich war geschockt und traurig, aber ich konnte ja nichts machen. Damit war das Thema zwischen mir und Micha auch beendet… Weihnachten stand vor der Tür und wir wollten zuerst bei meinen Schwiegereltern feiern. Die Stunde der Bescherung stand an, als Micha plötzlich aus dem Zimmer rannte. Ich dachte mir zu dieser Zeit nichts, auch nicht als er mit einem großen Karton zur Tür herein kam. Er stellte den Karton auf meine Knie und sagte ich soll ihn aufmachen. Und da saß der kleine Dicke und schaute mich mit riesen Augen an. Micha hatte ihn von der Züchterin am Tag vor Heiligabend im Schneesturm und bei Glatteis bei der Züchterin gehölt (3h Fahrt für 30km). Das mit dem Fuchs war also nur eine Notlüge damit ich Ruhe gebe.

Noch am Weihnachtsabend musste beschlossen werden was denn der kleine Dicke für einen Namen bekommen muss. Micha liebt die Rambo-Filme (ich …äh eher nicht) und die liefen zu Weihnachten. So kam ich auf die Idee ihn Rambo zu nennen. Da ich Jack aber auch sehr schön fand, wurde er kurzerhand zu Jack Rambo getauft. Und dieser Name war in den ersten Jahren Programm.

Die ersten Jahre in denen wir Jack hatten, führte er sich im Kaninhop auf wie Rambo im Urwald. Keine Stange blieb liegen oder er rannte bis zum Hindernis, dreht sich rum und schon die unterste Stange mit dem Hindern herunter. Aber er war so niedlich dabei, dass ich ihm dies immer vergab.

Im Frühjahr 2013 war Jack plötzlich wie ausgewechselt. Er rannte plötzlich durch den Parcours und lies alle Stangen liegen. Was diesen Umschwung bewirkte wissen wir nicht, aber wir fanden es super, da wir immer an ihn geglaubt hatten. Zur EM 2013 in Tschechien überraschte er sogar nochmehr. Er rannte in unglaublichen 13sek und null Fehlern durch die gerade Bahn. Er hätte einen Treppchenplatz verdient gehabt, leider war die Konkurrenz so groß, dass wir “nur” auf dem 6. Platz landeten. Aber wir freuten uns trotzdem sehr darüber, denn es war an dem Turnier die beste deutsche Leistung überhaupt.

Nur drei Monate  nach der EM wurde bei Jack allerdings ein Kieferabszess festgestellt. Dieser lag im Oberkiefer hinter dem letzten Backenzahn und war somit nur unzureichend zu behandeln. Auch wenn wir spülten, spritzten und  verabreichten  fünf verschiedene Antibiotika. Es half leider nichts, und wir  mussten ihn doch im Februar 2014 gehen lassen. Er wurde neben seinem geliebten Oliver beerdigt und ist für immer in unseren Herzen.